| Ereldi García López, Medizin |
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Ereldi García López
Meine Familie und ich wohnen in Madroñal, dem Nachbardorf von Balgüe. Mein Vater, Bayardo, ist Bauer, wie fast alle hier. Wir besitzen insgesamt drei Hektar Land. Zweieinhalb Hektar bebauen wir mit Reis und einen halben mit Bohnen. Durch den Verkauf von Erträgen, die über den Eigenbedarf hinausgehen, verdienen wir etwas Geld. Außerdem arbeitet mein Vater auch noch als Wächter eines Grundstücks. Meine Mutter führt den Haushalt. Meine Eltern sind sehr wichtig für mich, denn sie vertrauen mir und unterstützten mich. Sie geben mir ein Beispiel, wie man Schwierigkeiten überwindet und seine Ziele verwirklicht. Mein Bruder, Bayardo, ist 11 Jahre alt und kommt jetzt in die 6. Klasse. Imelda, meine jüngere Schwester, ist in der 10. Klasse. Meine älteste Schwester, Naylea, studiert schon an der Universität UNAN-Managua Öffentliches Rechen- und Finanzwesen. Sie bekam letztes Jahr als Klassenbeste ein Stipendium von der Partnerinsel Bainbridge. Als Klassenbeste hatte auch ich damit gerechnet, dieses Stipendium zu bekommen. Allerdings wusste ich nicht, dass Bainbridge innerhalb einer Familie maximal ein Stipendium vergibt. Dank „Stipendien für Nicaragua“ kann ich nun doch noch studieren. Ich möchte Ärztin werden, denn so kann ich meiner Familie und meiner Gemeinde eines Tages auf direkte Art und Weise helfen
Auszug aus einem Brief von Ereldi an ihren Paten, Mai 2008 Ich nütze die Gelegenheit, Ihnen zu schreiben, um Ihnen zu erzählen, dass ich mein Studium sehr genieße, denn es ist sehr interessant, neue Dinge zu entdecken in einem Fach, das so schön ist wie die Medizin. Abgesehen von der großen Entfernung zu meiner Familie, denke und merke ich jeden Tag, dass ich zufrieden bin, zu studieren, dass nicht viele Leute diese Möglichkeit haben und dass Gott mich gesegnet hat, mir dies zu ermöglichen. Jeden Tag gefällt mir mein Leben an der Universität besser. Ich finde neue Freunde, mit denen ich mich austauschen kann. Zu den alten Freunden habe ich noch mehr Vertrauen und wir helfen uns gegenseitig. Jedes Jahr ist eine neue Herausforderung und ich bin bereit, mich ihr zu stellen und siegreich daraus hervorzugehen, vor allem aufgrund der Hilfe Gottes und Ihrer Unterstützung, die Sie mir zukommen lassen. Nochmals vielen Dank für ihre Hilfe. Danke, dass sie dazu beitragen, dass ich mich als Fachfrau ausbilden lassen kann, wodurch ich meiner Familie, meiner Gemeinde und meinem Vaterland nützen kann. Ich verabschiede mich von Ihnen und hoffe, dass es Ihnen gut geht und dass Gott Sie und Ihre Familie segnet. Ereldi García Gonzáles |