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Ninoska ist 18 Jahre alt und wird in diesem Jahr mit einem Durchschnitt von 85 Punkten das Abitur machen. Mit ihren Eltern und zwei ihrer fünf Geschwister lebt sie in La Palma, einem Dorf, das etwa zwei Stunden entfernt von Balgüe, dem Ort der weiterführenden Schule, liegt. Ihre drei älteren Schwestern leben schon nicht mehr zu hause. Die zwei Ältesten haben bereits Kinder. Ihre ein Jahr ältere Schwester Dinorah geht mit ihr in die gleiche Klasse, lebt aber in Balgüe. Ihre zwei jüngeren Geschwister gehen noch in die Grundschule von La Palma. Ninoska arbeitet in ihrer Familie nicht nur wie viele andere Mädchen im Haushalt, sondern auch auf dem Feld. Sie hilft ihrem Bruder und dem Vater das Land zu bebauen. Von der Inselverwaltung hat sie für die Dauer ihrer Schulzeit ein Fahrrad geliehen bekommen, damit sie täglich in die weiterführende Schule im zwei Stunden entfernten Balgüe fahren kann. Nach dem Schulabschluss muss sie das Fahrrad wieder abgeben. Ninoskas Vater gehört einer Kooperative von Bauern an, die Grundnahrungsmittel für den Eigenkonsum der Familien und Ingwer und Kochbananen für den Export anpflanzen. So schafft er es, seine Familie zu ernähren und die jüngeren Kindern in die Schule zu schicken. Es überstieg aber seine Möglichkeiten, für beide seiner Töchter, Ninoska und Dinorah, den Schulbesuch in Balgüe zu finanzieren ganz zu schweigen von einem weiterführenden Studium. Ninsokas Vater betont, dass er alles tun würde, um zu einer Berufsausbildung für seine Töchter beizutragen, denn er möchte, dass sie studieren, um später ein besseres Leben führen zu können. Ninoska soll ein Stipendium von 30 € bekommen. Darin sind sowohl alle anfallenden Universitätsgebühren als auch ein Zuschuss für Unterrichtsmaterialien sowie die erhöhten Kosten für die Fahrt von La Palma nach Urbaite enthalten.
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