Stipendiaten 3. Generation - 2006
Ich heiße Ereldi García López und bin am 16. Juli 1987 geboren. Meine Familie und ich wohnen in Madroñal, dem Nachbardorf von Balgüe. Mein Vater, Bayardo, ist Bauer, wie fast alle hier. Wir besitzen insgesamt drei Hektar Land. Zweieinhalb Hektar bebauen wir mit Reis und einen halben mit Bohnen. Durch den Verkauf von Erträgen, die über den Eigenbedarf hinausgehen, verdienen wir etwas Geld. Außerdem arbeitet mein Vater auch noch als Wächter eines Grundstücks. Meine Mutter führt den Haushalt. Meine Eltern sind sehr wichtig für mich, denn sie vertrauen mir und unterstützten mich. Sie geben mir ein Beispiel, wie man Schwierigkeiten überwindet und seine Ziele verwirklicht.
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Maria Elena ist 17 Jahre alt und mit einem Durchschnitt von 85 Punkten eine gute Schülerin. Ihre Familie hat kein eigenes Land und pachtet daher ein Stück Erde, um es für den Eigenbedarf zu bewirtschaften. Einer ihrer beiden Brüder ist geistig behindert. Ihre Eltern sind schon sehr alt und können nicht mehr so hart arbeiten. So ist Maria Elenas großer Bruder der Einzige, der die Familie finanziell unterstützt. Der Bruder war es auch, der es Maria Elena ermöglichte bis zum Abitur in die Schule zu gehen.
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Luis stammt aus der Gemeinde Socorro, einem Dorf, das in den Hängen des Vulkans Maderas liegt und das nur durch einen ca. einstündigen Fußmarsch von Balgüe aus erreicht werden kann. Die Alvarez´ sind eine kleine und arbeitsame Familie. Ihr gehören 80m² Land, die Luis zusammen mit seinem Vater für den Eigenverbrauch bestellt. Luis hat zwei jüngere Brüder von 12 und 3 Jahren. Der Ältere hilft bereits bei der täglich anfallenden Arbeit mit.
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Dinorah wird dieses Jahr mit 19 Jahren die weiterführenden Schule in Balgüe abschließen.
Sie ist ein Jahr älter als ihre Schwester Ninoska, die sich ebenfalls für ein Stipendium beworben hat. Da ihre Eltern ihr den Besuch der weiterführenden Schule nicht ermöglichen konnten, zog Dinorah vor zwei Jahren von zu hause aus, um in Balgüe zu arbeiten und sich den Schulbesuch so selbst ermöglichen zu können. Inzwischen unterrichtet sie vormittags als Lehrerin an der Vorschule und verdient damit monatlich 400 Cordoba (20€). Samstags arbeitet sie zusätzlich bei einer Familie im Haushalt. Mit ihrer Arbeit bestreitet sie nicht nur die Ausgaben für Schuluniform, Hefte und Stifte, sondern trägt gleichzeitig zu den Mahlzeiten in ihrer „Gastfamilie“ in Balgüe bei.
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Ninoska ist 18 Jahre alt und wird in diesem Jahr mit einem Durchschnitt von 85 Punkten das Abitur machen. Mit ihren Eltern und zwei ihrer fünf Geschwister lebt sie in La Palma, einem Dorf, das etwa zwei Stunden entfernt von Balgüe, dem Ort der weiterführenden Schule, liegt. Ihre drei älteren Schwestern leben schon nicht mehr zu hause. Die zwei Ältesten haben bereits Kinder. Ihre ein Jahr ältere Schwester Dinorah geht mit ihr in die gleiche Klasse, lebt aber in Balgüe. Ihre zwei jüngeren Geschwister gehen noch in die Grundschule von La Palma.
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Horacio ist 20 Jahre alt und geht derzeit auf die weiterführende Schule in Balgüe. Im November 2006 wird er seine Schulzeit mit dem Abitur abschließen. Horacio wohnt mit seiner Familie, seinen Eltern und acht von seinen neun Brüdern in einem kleinen Holzhaus in Balgüe. Vier seiner fünf jüngeren Brüder gehen zur Grundschule. Sein ältester Bruder ist der erste und bisher einzige der Familie der eine Ausbildung absolviert. Die Eltern legen jeden Monat Geld zurück, damit wenigstens einer ihrer Söhne studieren kann. Für die beiden anderen älteren Brüder, die auch bereits den Schulabschluss haben, reichen die Möglichkeiten der Familie nicht aus.
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