| 3. Bericht von "Stipendien für Nicaragua" Okt. 2005 bis Aug. 2006 |
|
Seite 1 von 2
Auch Yohana Berberena , die freiwillige Mitarbeiterin von „Stipendien für Nicaragua“, besucht an der neuen Uni eine Fortbildung im Verwaltungswesen. Yohana arbeitet als Buchhalterin in der Schule Jaime Marzá in Balgüe und betreut die Stipendiaten vor ihrem Studienbeginn und während der Ferien. Wegen ihres freiwilligen Engagements wird sie seit Semesterbeginn durch die Übernahme der monatlichen Universitätsgebühren von 20 $ unterstützt.
Wer kann zwei Fieberthermometer finanzieren?Die Stipendiaten der ersten Generation haben ihr zweites Semester sehr erfolgreich abgeschlossen. Den besten Durchschnitt erreichte Teresa , unsere Journalismusstudentin.Carlos , unser Medizinstudent erreichte das zweitbeste Ergebnis. Vor allem ist erfreulich, dass er sich im Bezug auf das erste Semester sehr verbessert hat. Für Eveling fing ab dem dritten Semester die praktische Ausbildung an, daher brauchte sie ein eigenes Stethoskop, Blutdruckmesser und Fieberthermometer. Bereits im vergangenen Sommer konnten wir aufgrund einer Sachspende von einer Konstanzer Familie zwei Stethoskope nach Nicaragua schicken. Dank der Spende zweier Konstanzer Ärzte konnten wir im Winter auch zwei Blutdruckmesser anschaffen. Materielle Anschaffungen wie Stethoskope, Blutdruckmesser und Fieberthermometer werden den Stipendiaten bis zur Beendigung ihres Studiums überlassen, müssen aber dann wieder abgegeben werden. Auf diese Weise profitieren auch zukünftige Stipendiaten von den Anschaffungen, die das Projekt leistet. Je nach dem wie hoch der Bedarf ist und wie viele Instrumente zur Verfügung stehen, müssen die Studenten sich auch teilweise gegenseitig aushelfen. Das gleiche gilt natürlich auch für Bücher und Unterrichtsmaterial. Die Hilfe greift nicht nur beim LernenIm Juni war Santos, unser Krankenpflegestudent in Jinotepe, ernsthaft erkrankt. Der Wachmann der Universität rief schließlich bei Eveling an, um sie zu informieren, dass Santos schon seit mehreren Tagen nicht im Unterricht gewesen sei. Eveling reiste zu ihm nach Jinotepe und brachte ihn zum Arzt, der bei ihm eine Mageninfektion diagnostizierte. Sie bezahlte für Arztbesuch und Medikamente 52 $ aus der Projektkasse. Das Projekt geht ins dritte JahrMit den diesjährigen Auswahlen der Bewerber um ein Stipendium geht das Projekt im September ins dritte Jahr seines Bestehens. Damit wird das Jahr 2007 die bisher höchste finanzielle Belastung tragen müssen, da drei Generationen nebeneinander studieren werden. |